Ev. Psychologische Beratungsstelle Crailsheim
  Unsere Beratungsangebote
 

Wir bieten folgende Beratungsbereiche an:

  • Erziehungsberatung
  • Familienberatung
  • Jugendberatung
  • Ehe-, Paar- und
  • Lebensberatung
  • Trennungs- und Scheidungskindergruppe

Diese Integration von Erwachsenenproblemen und Kinderthemen unter einem Dach, der sogenannte 'integrierte Ansatz' ist für unser Leitbild zentral:
Ganzheitliches Menschenbild und keine Aufsplitterung des Menschen in einzelne Bereiche. Dieser integrierte Ansatz ist sinnvoll, da die Menschen immer in Beziehungsgeflechten leben. So können sich die Schwierigkeiten eines Kindes belastend auf die Beziehung der Eltern auswirken, ebenso können sich Eheprobleme belastend auf die Kinder auswirken.
Allgemein lässt sich sagen: Die Belastungen eines einzelnen betreffen immer die ganze Familie.
Durch unterschiedliche Schwerpunkte und verschiedene Ausbildungen und Arbeitsweisen können die Beraterinnen und Berater auf die vielfältigen Anforderungen fachlich kompetent eingehen.

Psychologische Beratung ist ein niederschwelliges Angebot. Die Betroffenen, seien es Paare, Kinder, Eltern oder einzelne Erwachsene können sich deshalb frühzeitig mit ihren Schwierigkeiten auseinandersetzen. Sie können diese als ihre eigene Angelegenheit wahrnehmen und die Verantwortung für eine Veränderung übernehmen. Auf diese Weise werden die eigenen Fähigkeiten und Selbstheilungskräfte früh aktiviert. So ist beispielsweise ein 12-jähriger Junge nicht einfach aggressiv, sozial auffällig und verhaltensgestört, sondern sein Verhalten wird zur Aufgabe für ihn selbst, die Eltern, die ganze Familie. Eine gemeinsame Lösung kann gesucht werden.


Erziehungs-   und Familienberatung


 

  

Es gibt Zeiten, in denen das Verhältnis zwischen Kindern und Eltern schwierig ist. Häufig kommt dies vor während des Trotzalters, bei der Einschulung, in der Pubertät, bei einer Trennung oder Scheidung der Eltern und bei Krankheit. Das in diesen Phasen auftretende Verhalten der Kinder kann für Eltern schmerzlich und konfliktreich sein.

Es können auch Verhaltensweisen auftreten, die aus dem üblichen herausfallen, so z.B., wenn das Kleinkind, das Kind oder der Jugendliche

  • immer noch oder wieder ins Bett macht, zu stottern anfängt, nachts im Schlaf immer wieder aufschreit oder durchschreit,
  • motorisch matt und unruhig oder lustlos ist
  • auf seine Geschwister extrem eifersüchtig ist
  • auffallend schüchtern ist, sich in sich zurückzieht und Kontaktschwierigkeiten hat, ein Außenseiter ist oder keine Freunde hat
  • sich dauernd unverstanden oder ungerecht behandelt fühlt
  • in Familie oder Schule Geld oder andere Dinge stiehlt
  • sich gegenüber Eltern, Lehrern, Mitschülern oder Freunden überaus provozierend oder aggressiv verhält
  • in der Schule ständig den Unterricht stört, den Klassenclown spielt
  • sich nicht konzentrieren kann oder plötzlich in seinen Leistungen gravierend schlechter wird
  • schon bei kleinen Misserfolgen regelmäßig wütend und beleidigt reagiert oder die Schule schwänzt
  • mit fragwürdigen älteren Jugendlichen herumstreunt

Indem sich die Eltern in der Erziehungsberatung um ein Verstehen der Probleme ihrer Kinder bemühen und ihr Erziehungsverhalten oder ihre Erwartungen an die Kinder überdenken, tragen sie zu einer Veränderung bei. Kinder und Jugendliche haben ihrerseits die Möglichkeit, ohne Beisein der Eltern ihre Belastungen und inneren Konflikte auszudrücken und neue Lösungsmöglichkeiten auszuprobieren. Die ganze Familie hat die Möglichkeit zur Beratung zu kommen, um gemeinsam Veränderungswege zu suchen.




Jugendberatung

Jugendliche können sich auch selbst anmelden und eine Beratung in Anspruch nehmen.

In dieser Lebensphase stehen viele Veränderungen an, die zeitweise konfliktreich verlaufen. Probleme kann es zum Beispiel geben:

  • in Beziehung zu Eltern oder Geschwistern
  • im Zusammenhang mit Schulleistung, Lehrern oder Ausbildungsstätte
  • im Kontakt zu Freunden, zum Partner oder zur Partnerin
  • mit dem eigenen Körper und der Sexualität
  • mit Fragen zum Sinn des Lebens


Ehe- und Paarberatung


Paarbeziehungen sind komplexer geworden. Die Rollenverteilungen sind nicht mehr selbstverständlich. Die Erwartungen an eine Partnerschaft sind sehr hoch und können oft gegenseitig nicht mehr erfüllt werden. Partnerbeziehungen sind sensibel für bewusste und unbewusste Erwartungen und somit auch besonders anfällig für Enttäuschungen.

In der Paarberatung wird gemeinsam versucht, den gegenwärtigen Konflikt zu verstehen und zu ergründen, wie er sich entwickelt hat. Neue Einstellungen zu sich und zum anderen sowie Änderung des Verhaltens in der Partnerschaft sollen gesucht und erprobt werden. An einer Paarkrise sind immer beide Partner beteiligt. Deshalb sollten beide bereit sein, auch die eigenen Einstellungen und Verhaltensweisen in Frage zu stellen.

Sie können sich zur Ehe- und Paarberatung anmelden:

  • Wenn Sie Schwierigkeiten in Ihrer Ehe oder Partnerschaft haben, alleine oder mit Hilfe von Freunden nicht mehr weiterkommen
  • wenn Sie sich in der Partnerschaft nicht mehr viel zu sagen haben, Meinungsverschiedenheiten und Differenzen vorliegen, Sie sich häufig streiten
  • wenn ein Partner eine außereheliche Beziehung hat
  • wenn Sie sexuelle Probleme belasten
  • wenn in Konflikten Gewalt eine Rolle spielt
  • wenn Sie nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll.

In der Regel ist es sinnvoll, wenn Sie gemeinsam kommen, die Paarbeziehung kann aber auch Mittelpunkt der Beratungsgespräche mit einem Partner sein.


Lebensberatung


Zur Lebensberatung kommen einzelne Erwachsene, die sich durch innere oder äußere Konflikte deutlich beeinträchtigt fühlen oder nicht mehr allein zurechtkommen. Diese Menschen spüren neben dem großen Leidensdruck auch den Wunsch nach Veränderung. Sie erleben sich in einer Lebenskrise, in der Veränderung ansteht, und suchen hierbei nach fachlicher Unterstützung.

Sie können sich zur Lebensberatung anmelden wenn Sie:

  • nicht mehr alleine zurechtkommen
  • in Lebenssituationen unsicher sind
  • von Angst vor Versagen gequält werden
  • wegen Arbeits- und Konzentrationsstörungen nicht mehr weiterkommen
  • Kontaktschwierigkeiten mit anderen Menschen haben
  • zwanghafte Denk- und Verhaltensmuster belasten
  • Schuldgefühle oder real erfahrene Schuld drückt
  • Suizidgedanken immer wieder kommen
  • seelisch bedingte körperliche Beschwerden haben oder sich mit Krankheit oder Behinderung nicht zurechtfinden
  • vor einer wichtigen Entscheidungssituation stehen
  • die Wahrnehmung des Alterns und der damit verbundenen Veränderungen oder Einschränkungen belasten
  • mit ökonomischen Belastungen und Unsicherheit am Arbeits- oder Ausbildungsplatz konfrontiert sind
  • Orientierung in Ihrem Leben suchen oder nach dem Sinn fragen

Beratung bei Trennung und Scheidung:




Wenn Sie sich entschieden haben, sich von Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner zu trennen, sind diesem Entschluss in der Regel schmerzliche und verletzende Situationen vorausgegangen. Diese machen es oft sehr schwer, nun notwendige Regelungen und Absprachen so zu treffen, dass alle einigermaßen sein können. Das betrifft vor allem den Umgang von Eltern bzw. Elternteilen und Kindern miteinander. Die Trennung der Eltern wird von allen Familienmitgliedern als schwerwiegender Einschnitt in ihrem Leben erlebt. Wenn Sie sich als Eltern zu diesem Schritt entschlossen haben und vermeiden wollen, dass Lebens- und Entwicklungschancen Ihrer Kinder durch die Folgen der Trennung beeinträchtigt werden, können Sie sich mit diesen Fragen an die Beratungsstelle wenden.



Trennungs- und Scheidungskindergruppe



Viele Kinder, die die Trennung ihrer Eltern verarbeiten müssen, fühlen sich zerrissen oder sogar mit für die Trennung verantwortlich. Aus Scham oder um kein Elternteil zu verraten, reden die Kinder erfahrungsgemäß kaum über ihre Nöte und Sorgen - auch nicht mit ihren Eltern. Aggressionsstau, Isolation oder Rückzug, Leistungsabfall in der Schule sind mögliche Folgen. In der Gruppe für Trennungs- und Scheidungskinder, die wir schon seit mehreren Jahren in Kooperation mit dem Landkreis Schwäbisch Hall anbieten, wollen wir sowohl den betroffenen Kindern als auch den Eltern ein Angebot machen. Für die Kinder ist es sehr hilfreich zu sehen, daß sie nicht allein dastehen, daß es auch andere Kinder gibt, die eine Trennung der Eltern erlebt haben. Das erleichtert ihnen, über ihre Erfahrungen, Sorgen und Gefühle zu reden. Durch Rollenspiele, bildhaftes Arbeiten, Rituale oder gemeinsames Spiel werden die Kinder dabei stets altersgemäß angesprochen und unterstützt. Mit Hilfe von begleitenden Elternabenden sollen auch die Eltern gestärkt werden, damit sie ihre Kinder zukünftig besser verstehen, ihr Verhalten besser einordnen können.
 


Beratung in dringenden Fällen (Krisenintervention):




wenn Sie sich in einer akuten seelischen Not- und Krisensituation befinden, haben Sie die Möglichkeit, kurzfristig ein Gespräch mit einer Beraterin/einem Berater zu führen. Sie können in diesem Gespräch erste Schritte zur Entschärfung und Bewältigung der kritischen Situation entwickeln und besprechen und anschließend entscheiden, ob Sie sich für eine weitere Beratung verbindlich anmelden wollen. Dieses einmalige Gespräch ist kostenlos.
 
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